Bei einem Bummel über den Weihnachtsmarkt können Sie in die bezaubernde Mischung aus bunten Lichtern, Musik, Genuss und Vorfreude aufs Fest eintauchen. Im winterlichen Ambiente duftet es nach Glühwein, Lebkuchen und gebrannten Mandeln.
Sände mit handgemachten Geschenken, Kunsthandwerk, Fahrgeschäfte und feinen Leckereien locken jedes Jahr viele Menschen in die Innenstädte auf die Weihnachtsmärkte. Mit Freunden und Familie erlebt man die festliche Atmosphäre in der Adventszeit. Diese Tradition geht in Deutschland bis ins Mittelalter zu-rück. Zu dieser Zeit waren die Märkte aber mehr für die Versorgung mit Lebensmitteln oder Gebrauchsgegenständen für die Winterzeit gedacht. Einige Quellen nennen den Nikolausmarkt von 1310 in München als den ursprünglichen Event. In Österreich gilt der Dezembermarkt 1296 in Wien als ältester Treff seiner Art. Im geschichtlichen Zusammenhang wird der Bautzener Wenzelsmarkt 1384 ebenfalls oft erwähnt. Der Dresdner Striezelmarkt wurde 1434 erst-mals dokumentiert. Er gilt heute als der älteste offiziell anerkannte Weihnachtsmarkt in Deutschland. Ab dem 17. Jahrhundert wandelten sich die Märkte zu stimmungsvollen Vergnügungs-märkten. Die Veranstaltungen boten zu nehmend Speisen, Getränke, Spielzeug und Unterhaltung an. Die Tradition verbreitete sich in Europa.
Aussiedler brachten den Weihnachtsmarkt nach Übersee. In den USA sind das der „Christmas Village“ in Baltimore und die deutschen Weihnachtsmärkte in Chicago, Philadelphia und Cincinnati. Der „Marché de Noël Allemand de Québec“ in der Altstadt von Québec pflegt die Tradition in Kanada. In Japan gibt es den „Munich Christmas Market“ in Sapporo und den „Red Brick Warehouse Christmas Market“ in Yokohama. Mit beeindruckenden Lichtspielen und Schneeeffekten begeistert das „Christmas Wonderland at Gardens by the Bay“ in Singapur. Für das besondere Erlebnis in der Vorweihnachtszeit müssen Sie aber nicht weit reisen. In vielen deutschen Städten und in unseren Nachbarländern gibt es beeindruckende Märkte. Sie sind für einen Kurzurlaub an einem Winterwochenende ideal. Als Bonus erkunden Sie Tourismus-Highlights vor Ort und verwöhnen sich mit lokalen Speisen.
Christkindlmarkt Salzburg
Der Dom- und Residenzplatz ist der Treffpunkt für Besucher des Salzburger Christkindlmarkts. An rund 100 Ständen finden Sie eine umfangreiche Auswahl an verschiedensten Köstlichkeiten und die Möglichkeit zum Einkauf Ihrer Geschenke.

Im täglichen Programm erleben Sie Weihnachtslesungen für Kinder, Krampusläufe, Chorkonzerte, Besuch des Christkindes, Turmblasen usw. Der Weihnachtmarkt in der Mozart-Stadt öffnet am 20. November 2025 und lädt bis zum 1. Januar 2026 ein. Zum Jahreswechsel begrüßen Bürger und Besucher das neue Jahr mit einem feierlichen Feuerwerk.
Informationen: www.christkindlmarkt.co.at
Striezelmarkt Dresden
Vor historischer Kulisse der Dresdner Innen-stadt erlebt man den ältesten Weihnachts-markt Deutschlands. Rund um den großen Weihnachtsbaum spazieren Besucher zwischen den Ständen und Fahrgeschäften. Zu den Attraktionen gehören die erzgebirgische Stufenpyramide mit einer Höhe von fast 15 Metern und der wahrscheinlich weltgrößte begehbare Schwibbogen.

Neben Glühwein, Lebkuchen und Rostbratwürsten, werden verschiedene lokale Spezialitäten wie Dresdner Stollen angeboten. Beim Einkaufen auf dem Markt entdeckt man traditionelle Weihnachtdekorationen, Holzspielzeug aus dem nahegelegenen Erzgebirge und die berühmten Herrenhuter Sterne.
Informationen: striezelmarkt.dresden.de
Weihnachtsmarkt Krakau
„Jarmark Bozonarodzeniowy“ wird auf Polnisch der Weihnachtsmarkt genannt. Im Zentrum von Krakau auf dem „Rynek Główny“-Platz öffnet jedes Jahr der Markt. Im prächtig geschmückten Bereich bieten die Standbetreiber aus der Region und den Nachbarländern ihre Waren an. Auf der Speisekarte stehen gegrillte Würstchen und Oscypek-Käse mit Preiselbeersoße.

Außerdem gibt es geröstete Kastanien, Lebkuchen und Glühwein (Grzaniec Galicyjski). Der Markt öffnet am 26. November 2025. Ab dem 6. Dezember erleuchtet der große Weihnachtsbaum offiziell den Festplatz vor dem Rathaus.
Informationen: www.krakowchristmas.com
Winter Wunder Brüssel
Mehr als 250 Holzhäuschen säumen die Straßen in der historischen Altstadt von Brüssel. Die exquisite, ausgefallene Beleuchtung in der Hauptstadt von Belgien verwandelt den Bereich in ein weihnachtliches Wunderland.

Der Weihnachtsmarkt von Brüssel findet jedes Jahr von Ende November bis zum Jahreswechsel statt. Vom Riesenrad auf dem Plaisirs d‘Hiver hat man einen außergewöhnlichen Blick auf das Treiben.
Informationen: www.plaisirsdhiver.be
Weihnachtsmarkt Lübeck
Weihnachtssterne, Lichterketten und Tannenbäume schmücken vom 24. November bis 30. Dezember 2025 die Altstadt von Lübeck. In der Luft liegt der Duft von gebrannten Mandeln, Mutzen und Glühwein. An den zahlreichen Ständen werden Bratwürstchen und andere Leckereien angeboten.

Außerdem entdeckt der Besucher weihnachtliches Kunsthandwerk wie klassischer Christbaumschmuck und Spielzeug. Der Weihnachtsmarkt ist seit 1648 Tradition. Umgeben von historischen Gebäuden der UNESCO-Welterbestätte erlebt man eine festliche Adventskulisse.
Informationen: www.luebecker-weihnachtsmarkt.de
Adventsstadt Quedlinburg
Eine große hell erleuchtete Tanne und eine Weihnachtspyramide begrüßen die Besucher vor dem Rathaus in Quedlinburg. Beim Spaziergang zwischen den Fachwerkhäusern gibt es vieles zu entdecken. Vom 26. November bis 22.Dezember 2025 öffnet der Markt in Sachsen-Anhalt. An den ersten drei Adventswochenenden bei „Advent in den Höfen“ öffnen die schönsten Innenhöfe Quedlinburgs.

Besucher erleben die besonderen architektonischen Highlights der Stadt. Für das leibliche Wohl gibt es zahlreiche Stände, die Zuckerwatte, Glühwein, Schmalzkringel und andere Leckereien anbieten.
Informationen: www.adventsstadt.de
Straßburger Weihnachtsmarkt
Der Markt im elsässischen Straßburg wird Christkindelsmärik genannt. Zum ersten Mal fand er 1570 statt und gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Frank-reich. Straßburg selbst nennt sich die Hauptstadt des Weihnachtsfestes. Zentraler Treffpunkt sind die Straßen rund um das Straßburger Münster. Die zahlreichen Buden verteilen sich in der gesamten festlich geschmückten Innenstadt an insgesamt zwölf Standorten.

Auf dem Kléberplatz steht der riesige Weihnachtsbaum. An den Ständen gibt es Food-Highlights wie Crêpes, Flammkuchen und Quiche. Außerdem „Cin Chaud“ (Glühwein) und „Bredele“ (Weihnachtsplätzchen). Straßburg lädt in diesem Jahr vom 24. November bis zum 24. Dezember zum Besuch ein.
Informationen: www.noel.strasbourg.eu


