Besten Klang unterwegs spielen Portable Hi-Res-Player. Die Geräte speichern hochauflösende Musik und geben die Songs wieder.
Mit dem Siegeszug des Smartphones bescherten Digitalisierung und Miniaturisierung ungeahnte Funktionsvielfalt auf kleinstem Raum: Telefon, Kommunikationszentrale, Computer, Radio, Uhr, Musik-Bibliothek und HiFi-Anlage. Doch gerade bei letzterem Gerät selbst neueste Technologie noch an ihre Grenzen: Klangqualität und Maximalpegel von Smartphones können viele Musikfreunde noch nicht zufrieden stellen.
Starker Klang, klangvolle Lautstärke
Für diese Zielgruppe, die auch unterwegs noch mit Top-Klang verwöhnt werden will, haben einige Hersteller die Gerätegattung der Hi-Res-Player entwickelt. Die Modelle beherrschen die gängigen verlustfreien Musikformate – wichtigste Voraussetzung für klaren, detailreichen Klang. Alle kommen mit den höchsten Auflösungen (daher Hi-Res für High Re-solution) klar, bis hinauf zu 32 Bit/768 Kilohertz, oder DSD 256 oder gar DSD 512. Diese extremen Auflösungen bietet zwar noch kein Streaming-Anbieter nativ an, doch wer weiß, was kommt. Im Gegensatz zu den meisten Smartphones, haben die Player alle Verstärker an Bord, die diesen Namen auch verdienen und ohne Verzerrungen richtig Dampf machen können. Doch bei aller hohen Auflösung und aller Verstärkerpotenz gilt es zu beachten: Hi-Res-Player lohnen sich für den klangvollen Mobil-Einsatz nur mit einem entsprechend guten Kopfhörer. Glücklicherweise bieten die Kopfhörer-Produzenten immer bessere Modelle an. Sollten Sie also mit einem Hi-Res-Player liebäugeln, lassen Sie ihn sich vom media@home-Händler mit einem passenden Kopfhörer vorspielen. Wenn Sie den Kleinkünstler „nur“ als Super-Liferant für die heimische Anlage vorsehen: Alle lassen sich auch dort problemlos integrieren. Im Zweifelsfall auch hier den media@home-Händler konsultieren.
Preisbrecher und frische Farben
Aufgrund des niedrigen Preises kann man den FiiO „JM21“ fast schon ungeprüft kaufen. Der chinesische Hersteller packt dermaßen viel Ausstattung in den Hosentaschen-Spieler, dass es Einsteiger fast schon wieder überfordern kann. Er nutzt das Betriebssystem Android 13, was ihm die zahllosen Apps aus dem PlayStore verfügbar macht. Das alles läuft schön flüssig dank Achtkern-Prozessor „Snapdragon 680“.

Wer mögliche Klangbeeinflussungen durch Android umgehen will, kann das mit dem „Pure Music“-Modus. Trotz des jugendfreundlichen Preises klingt der FiiO „JM21“ sehr erwachsen. Sogar hochohmige „reine“ HiFi-Kopfhörer kann er dank hoher Ausgangsleistung mit straffen Bässen und glasklaren Höhen versorgen.
Im Gegensatz zum FiiO nutzt der HiBy noch Android 12, und als Prozessor noch den „Snapdragon 665 SoC“. Doch auch er bietet Pure Audio und ein 4,7-Zoll-Display, das extrem schnell reagiert. Die Ver-stärkung überlässt er gleich vier Class-A-Operationsverstärkern, die für einen sehr sauberen, sehr angenehmen Klang sorgen.

Tipp: Mit symmetrisch beschalteten Kopfhörern lauschen– der media@home-Händler weiß sicher Rat. Dann erzielt der „HiBy R4“ faszinierende Lautstärken. Am auffälligsten aber sind die Looks, die neben Schwarz auch drei frische Farb-Varanten bieten, die ein wenig an Graffiti erinnern. Das kantige Gehäuse unterstreicht das eigenständige Design.
Fortschrittlich: Portable Hi-Res-Player
Die chinesische Marke iBasso rüstet ihren „DX180“ mit einem großen Intern-Speicher aus: 128 Gigabyte reichen für etwa 330 Stunden Musik in FLAC-Qualität. Wie die anderen Player hier, lässt er sich dann noch mit Micro-SD-Speicherkarten auf 2 Terabyte hochjazzen. Android 13 steht bei Fuß, lässt sich aber mit der „Non-SRC“-Funktion umgehen.

Neben der umfangreichen Ausstattung schlägt noch das 5-Zoll-Display positiv zu Buche. Und in Sachen Nachhaltigkeit marschiert der iBasso vorneweg: Falls der Akku nicht mehr lädt, kann ihn der Benutzer tauschen. Spart Geld, Nerven und Zeit. Klanglich kocht der Player nicht auf Sparflamme. Das präsente Klangbild mit glasklaren Höhen und kaum Störgeräusch hinterlässt einen guten Eindruck.
Klangmeister
Ganz auf exquisiten Klang züchteten seine Entwickler den „Onix Overture XM5“, der auch gegen die teuersten Vertreter seiner Gattung bestehen soll. In unserem vorgestellten Quartett ist er mit Preisklasse um 700 Euro bereits der teuerste und mit 275 Gramm auch der schwerste. Drin steckt kein Android und nur ein 3-Zoll-Display.

Dafür aber der bestens beleumundete DAC-Chip „ESS 9039S Pro“ und zwei Hochleistungs-Operationsverstärker. Die bescheren den besten Klang des Testquartetts. Mit seinem Detailreichtum, seiner brillanten Transparenz und nicht zuletzt deftig-drallen Bässen, kann er sehr guten Home-Geräten schon locker das Wasser reichen. Der Hi-Res-Player für Klangpuristen.


