
HiFi-Komponenten mit integriertem Digital-Analog-Wandler müssen heute nicht mehr im klassischen 43-Zentimeter-Format auftreten. Kompakte Geräte können längst als vollwertige Zentrale moderner Anlagen dienen und dabei ernsthafte Klangqualität liefern. Das zeigen auch der Rotel „DX-5“ und der Rega „Brio MK7“, zwei Verstärker mit halber Breite und klassischem Konzept.
Rotel DX-5. Digitale Schaltzentrale

Der Rotel „DX-5“ bietet eine ungewöhnlich große Anschlussvielfalt auf digitaler Seite. Streamer, Computer oder CD-Laufwerke lassen sich über koaxiale, optische und USB-Eingänge integrieren. Zusätzlich steht HDMI mit Audio Return Channel zur Verfügung, wodurch sich der Verstärker auch problemlos in ein TV-Setup einbinden lässt. Auch kabellos ist der Rotel flexibel. Bluetooth mit aptX HD ermöglicht hochwertige Übertragung. Im Inneren arbeitet ein ESS Sabre DAC, der Daten bis 32 Bit und 384 kHz sowie DSD verarbeitet. In der Praxis bedeutet das. Der Verstärker kommt mit nahezu allen aktuellen digitalen Formaten zurecht. Trotz der digitalen Ausstattung bleibt die Verstärkung klassisch aufgebaut. A/B-Endstufen und ein lineares Netzteil sorgen für ausreichend Leistung und stabile Kontrolle. Im Hörtest überzeugte der Rotel mit Spielfreude, präzisem Bass und einem sehr guten Kopfhörerausgang.
Rega Brio MK7. Klassik mit Update
Der Rega „Brio MK7“ bleibt seiner Linie treu. Auch in der siebten Generation setzt er auf klassische A/B-Verstärkung. Neu ist jedoch ein integrierter DAC, der auf einem hochwertigen Woolfson-Chip basiert.
Im Unterschied zum Rotel verzichtet Rega bewusst auf USB und Bluetooth. Auch DSD wird nicht unterstützt. Der Fokus liegt klar auf analogen Quellen. Neben drei Hochpegel-Eingängen bietet der Verstärker einen hochwertigen Phono-MM-Eingang für Plattenspieler. Gerade hier zeigt der Brio seine Stärke. Der Klang ist ausgewogen und musikalisch, insbesondere im Zusammenspiel mit Vinyl. In seiner Preisklasse überzeugt er so deutlich, dass er als klare Empfehlung gelten kann.


