Die EU hat die Energieeffizienzklassen grundlegend überarbeitet. Ziel war mehr Klarheit, weil die alten Labels mit A+, A++ und A+++ kaum noch unterscheidbar waren. Heute gilt wieder eine einfache Skala von A bis G. Das wirkt zunächst wie ein Rückschritt. Ist aber das Gegenteil. Die Bewertung ist deutlich strenger geworden. Ein Gerät mit Klasse B oder C kann heute bereits sehr effizient sein.
Warum die Umstellung notwendig war
Technischer Fortschritt hat das alte System überholt. Viele Geräte lagen am oberen Ende der Skala. Unterschiede waren kaum noch erkennbar. Genau das sollte die neue Einteilung lösen. Die neue Skala schafft wieder Abstand zwischen den Klassen und lässt Raum für zukünftige Entwicklungen.
Was sich konkret geändert hat
Die neuen Labels basieren auf realistischeren Messmethoden und zeigen mehr Informationen auf einen Blick:
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Einheitliche Skala von A bis G ohne Plusklassen
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Verbrauchswerte basierend auf realistischen Nutzungsszenarien
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Angaben zu Lautstärke und Programmdauer
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QR-Code mit Zugriff auf detaillierte EU-Daten
Beispiele aus der Praxis
Je nach Gerät wurden die Berechnungen angepasst:
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Waschmaschinen. Bewertung basiert auf 100 Waschzyklen im Eco-Programm
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Geschirrspüler. Ebenfalls 100 Spülgänge mit realistischer Beladung
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Waschtrockner. Getrennte Werte für Waschen und Waschen plus Trocknen
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Kühlgeräte. Zusätzliche Angaben zu Volumen und Geräuschentwicklung
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Fernseher. Verbrauch pro 1000 Stunden für SDR und HDR
Die neue Skala ist strenger. Deshalb ist ein Gerät mit Klasse C heute nicht schlechter als früher. Oft im Gegenteil. Wichtiger als die Klasse allein ist der tatsächliche Verbrauch im Alltag. Wer hier vergleicht, trifft die bessere Entscheidung.


